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Anwalt Räumungsklage Online | 0 40/28 48 83 83

Kündigungsgründe

Der Vermieter kann ein Wohnraummietverhältnis von sich aus nicht ohne Grund kündigen. Grund für eine fristlose Kündigung ist vor allem der Zahlungsverzug; es kommen jedoch auch andere Gründe in Betracht.

Grund für eine fristgemäße Kündigung ist oft Eigenbedarf des Vermieters; auch insoweit gibt es jedoch weitere mögliche Gründe.

Da im Rechtsstreit keine Gründe nachgeschoben werden können, ist es unerläßlich, bereits die Kündigung mit äußerster Sorgfalt zu formulieren.

Gerne sind wir Ihnen hierbei behilflich.

Räumung und Zahlung

Die Räumung von Wohnraum kann durch einstweilige Verfügung angeordnet werden, wenn der Mieter im Rahmen einer Räumungsklage wegen Zahlungsverzugs einer Sicherungsanordung nach§ 283a ZPO im Hauptsacheverfahren nicht folge leistet.

Gegenstand der Sicherungsanordnung ist die Sicherheitsleitung des Mieters für die nach Rechtshängigkeit der Klage fällig gewordenen Geldforderungen.

Voraussetzung ist, daß die Klage auf diese Geldforderungen voraussichtlich hohe Aussicht auf Erfolg hat und die Anordnung nach Abwägung der beiderseitigen Interessen zur Abwendung besonderer Nachteile für den Vermieter gerechtfertigt ist.

Gegen die Entscheidung über die Anordnung der Sicherheitsleistung findet die sofortige Beschwerde statt, über die sodann das Landgericht entscheidet, sofern ihr nicht abgeholfen wird.

Der Mieter hat die Sicherheitsleistung binnen einer vom Gericht zu bestimmenden Frist nachzuweisen. Die Rechtsstellung des Mieters hat sich durch diese Gesetzesänderung gegenüber der bisherigen Rechtslage deutlich verschlechtert.

Vollstreckung

Zur Beschleunigung der Zwangsvollstreckung bietet sich insbesondere die "Räumung light" an: Der Gerichtsvollzieher entzieht dem Mieter lediglich den Besitz durch Austausch des Türschlosses; das Räumungsgut verbleibt in der Wohnung und kann zu einem späteren Zeitpunkt durch den Gerichtsvollzieher abgeholt werden.

Der Vermieter hat während dieses "Schwebezustandes" jedoch keinen Zugriff auf die Wohnung. Das Vermieterpfandrecht kann durch Versteigerung ausgeübt werden.

Alternativ kann der Gerichtsvollzieher mit der vollständigen Räumung beauftragt werden. Das Räumungsgut wird dann eingelagert; der Vermieter hat dem Gerichtsvollzieher die erforderlichen Kosten vorzuschießen und kann sie anschließend gegen den Mieter festsetzen lassen.